Heute Morgen, kurz vor 8 Uhr, überquerten wir den Polarkreis. Trotz der steifen, kalten Brise verfolgten viele Passagiere das Schauspiel auf Deck 7. Beim Passieren wurde das Polarkreisdenkmal auf der kleinen Insel Vikingen von unserem Schiff mit einem starken Scheinwerfer beleuchtet und mit dem Signalhorn begrüsst.
Auf Deck weht ein steifer, kalter Wind. Gischt sprüht uns ins Gesicht.
Unser Kapitän hat aufgrund der Wetterprognose beschlossen, Trondheim nicht anzufahren. Wir steuern jetzt Rørvik direkt an. Es wird Sturmwind bis 115 kmh und Wellen in der Höhe von 5 bis 10 Metern erwartet.
Im Moment fahren wir noch ruhig dahin. Den Passagieren wird aber empfohlen, für die Zeit der Überquerung des offenen Meeres auf einem Stuhl sitzen zubleiben oder noch besser, im Bett in der Kabine zu bleiben und ein Mittel gegen Seekrankheit einzunehmen. Ob ein Mittagessen serviert wird ist noch offen. Vielleicht hätte auch niemand Lust darauf und wäre froh darüber, wenn man das Morgenessen bei sich behalten könnte. Es bleibt also spannend!
Ausblick von der MS Nordnorge auf das Meer und KüsteKirche, Rørvik, Norwegen
Wir sind gut (Rosmarie und ich ohne Seekrankheit!) in Rørvig angekommen. Durch das Auslassen von Trondheim hat es der Kapitän geschafft, uns vor den hohen Wellen zu bewahren. Wir besichtigen das Küstenmuseum und die neu erbaute Kirche.
Die Kleinstadt Ålesund hat 47000 Einwohner. Der Fischfang und deren Verarbeitung hat hier eine grosse Tradition. 1904 zerstörte ein katastrophaler Brand die Stadt. 850 Holzhäuser brannten völlig nieder und 10000 Einwohner wurden obdachlos. Mit der gossen Hilfe des deutschen Kaisers Wilhelm II. wurde die Stadt im Jugendstil wieder aufgebaut. Die öffentlichen Sitzbänke aus Stahlrohr lassen sich auch im Winter gut benutzen, sie sind mit heissem Wasser beheizt.
Ålesund, Møre og Romsdal, NorwegenÅlesund, Møre og Romsdal, NorwegenÅlesund, Møre og Romsdal, Norwegen
Gestern Abend um 21:30 h sind wir pünktlich auf unsere Reise nach Kirkenes gestartet. Die Strecke von ca. 2500 Km entspricht dem Weg von Rom nach Oslo. Kurz nach dem Kabinenbezug absolvierten wir in einem Vortragssaal die obligatorische Sicherheitsinformation. Später stellten sich noch die für das Schiff verantwortlichen Personen vor. Im Restaurant verwöhnte uns die Küchencrew mit einem ausgezeichneten Buffet.
Bergen ist die regenreichste Stadt Europas. Es regnet an 250 Tagen im Jahr. Auf unserer Stadtführung können wir deshalb den Regenschirm gut gebrauchen. Heute Abend beginnt das Stadtfest zum 950-Jahr-Jubiläum. Der Kronprinz wird das Fest um 18 Uhr eröffnen. Wir werden ihm aber nicht die Hand schütteln können, da wir um diese Zeit bereits mit dem Einsteigen auf unser Schiff, der MS Nordnorge beschäftigt sein werden.
Ausblick vom Fløyen über BergenBergen, NorwegenBryggen, Bergen, NorwegenRegen in Bergen, NorwegenHurtigruten, MS Nordnorge am Hafen in Bergen
Mit der Bergensbanen Bergenbahn über die grösste Hochebene Europas, die Hardangervidda
Heute geht es mit der Bergen-Bahn weiter nach Bergen. Beim Einsteigen entsteht eine kleine Verwirrung. Unsere Reisegruppe steigt, inklusive des gesamten, umfangreichen Reisegepäcks in den falschen Wagen ein. Der Grund ist eine Umstellung der Zugskomposition. Offenbar hat es gestern auf der Strecke einen Zwischenfall gegeben bei dem auch die Fahrleitung heruntergerissen wurde. Der Zug fährt aber pünktlich ab und wir sitzen auf unseren reservierten Plätzen im korrekten Wagen.
Bahnhof Oslo, NorwegenBahnhof Oslo, NorwegenBergenbahn am Bahnhof Oslo, NorwegenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenKaffeebecher in der BergenbahnUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach BergenUnterwegs mit der Bergenbahn von Oslo nach Bergen
Die in Oslo wohnhafte Architektin Barbara Hasenmüller führte uns bei schönstem Sonnenschein durch ihre Stadt. Vom Dach des phänomenalen Opernhauses war die Aussicht auf das Panorama der Stadt besonders schön.
Oslo ist verkehrsberuhigt und lässt sich zu Fuss und per öffentliche Verkehrsmittel prima erkunden. Die Trottoirs sind beheizt, man gleitet nicht aus. Überall findet man gemütliche Cafés, um sich etwas auszuruhen und aufzuwärmen. Das ausgezeichnete Mittagessen genossen wir im Restaurant Ekeberg. Dort liegt auch der sehenswerte Skulpturenpark mit den Skulpturen von Dali, Rodin und vielen anderen bedeutenden Künstlern. Der Park kann frei besichtigt werden.
Nach einem ruhigen, etwa zweistündigem Flug, sind wir gut in Oslo angekommen. Die Temperatur ist etwa gleich wie in der Schweiz. Es wirkt aber etwas winterlicher. Wir sind nahe beim Hauptbahnhof im 8. Stock des Thon Hotel Opera untergebracht.
Ausblick beim Flug von Zürich nach OsloPanorama, Oslo, Norwegen